Polyglott im Joliette-Viertel: MUNDART

© MundArt

Wir trafen uns in Marseille mit Cornelia Weiser, der Betreiberin des MundArt im ehemaligen Industriehafenviertel La Joliette. Ihr Restaurant ist ein Treffpunkt der besonderen Art in Marseille: offen für Künstler, die hier ausstellen und Konzerte geben, offen für Menschen unterschiedlichster Kulturen und Sprachen.

matthis-haug-im-mundart
© MundArt

Seit wann gibt es MundArt?
Seit 2014.

Was hat Sie dazu gebracht, einen solchen Ort zu eröffnen?
Der Wunsch, einen Ort der Begegnungen und des Austauschs zu schaffen. Ein Restaurant, dass traditionelle französische und internationale, vor allem asiatische Küche bietet, denn mein kochender Mann ist der Sohn eines Vietnamesen. Hier kann man auch einfach einen Aperitif beim Besuch unserer wechselnden Kunstausstellungen zu sich nehmen, sich in verschiedenen Sprachen austauschen (Stichwort: Polyglott-Abende), Life-Musik hören oder tanzen.

_mg_2828-kopie

Haben Sie sich bewusst für das Joliette-Viertel entschieden?
Ja, das war keine unüberlegte Auswahl. Das Viertel entwickelt sich gerade sehr stark zu einem Geschäfts-, Touristen und Kultur-Viertel. Das MuCEM, die umliegenden historischen Bauwerke und das nahe gelegene Panier-Viertel ziehen einerseits viele Touristen, andererseits aber auch immer mehr Marseiller an.
Immer mehr Unternehmen lassen sich im Joliette-Viertel nieder, Geschäfte öffnen, auch wegen der optimalen Anbindung des Quartiers zu Flughafen, Bahn, Metro und Tram.

Was beobachten Sie?
Die Marseiller entdecken dieses Viertel neu, dessen Hauptachse, die Rue de la République, eine der schönsten Marseiller Avenuen im Haussmanschen Stil ist. Hier wird viel gebaut.

Ihr Programm?
Das musikalische Programm umfasst Jazz, Bossa, Chansons und World Musik. In der Galerie stellen wir junge französische und internationale KünstlerInnen aus.

Gibt es einen deutsch-französischen Bezug?
Ja wir sind ein deutsch-französisches Ehepaar und der Name MundArt ist auch eine Anspielung auf Deutschland.

Welches Publikum haben Sie?
Menschen aller Altersgruppen und aller Nationalitäten, neugierige Menschen, Studenten, Unternehmer, Büroleute und Leute aus der Nachbarschaft.

Was muss man in Marseille gesehen haben?
Notre Dame de la Garde, wegen der spektakulären Aussicht.
La Corniche, wegen dem Blick aufs Meer und die Inseln.
Das MuCEM, wegen seiner atemberaubenden Architektur.
Die Calanques, wegen ihrer Naturschönheit, den Wanderwegen mit Blick aufs Meer und den kleinen versteckten Stränden.

In Marseille muss man sehr neugierig sein, Neues zu entdecken. Vieles ist versteckt.
Das Schönste an Marseille, der ältesten Stadt Frankreichs, ist das Licht und das Meer.

Welche Restaurants würden Sie empfehlen?
Pizzeria Chez Sauveur, 10 rue d’Aubagne (13001)
Restaurant l’Arôme, 9 rue des 3 rois (13006)
Chez Paul, Auberge du Corsaire, 35 Rue Désirée-Pellaprat (13008)
Le Fantastique, 76 Boulevard Baille (13006)

Tipps für die Unterbringung in Marseille?
B&B 52 rue Forbin, quartier La Joliette (13002)

Wir bedanken uns für das Gespräch!

MundArt
70-72 rue de la Joliette
13002 Marseille
Tél : 06 30 06 89 40 – 04 91 45 44 90
restaurantmundart@gmail.com

Horaires d’ouverture :
le midi du lundi au vendredi et le soir du jeudi au samedi

Possibilité soirées privatives
Langues : français, anglais, allemand

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.